Die gegenwärtige Krise der Politik ist ein Beweis gegen den Idealismus

Der Humanist: Politik und Wirtschaft: Die gegenwärtige Krise der Politik ist ein Beweis gegen den Idealismus
Von Anonym am Samstag, den 7. Dezember, 2002 - 20:27:

Die alte Fragestellung, bereits von Lenin Anfang des 20. Jahrhunderts erörtert, was Realität sei, womit er auf Mach und dessen Jünger eindrosch:

Ist sie (wie die Idealisten sagen) die Summe unserer Eindrücke?

Oder kommt ihr davon unabhängig objektive Existenz zu?

Provokativ formuliert:

Ist Realität dasjenige, was wir uns davon einbilden (wollen)?

Es geht lange gut. Dann geschieht das, was nach den Vorstellungen der Idealisten eigentlich ausgeschlossen sein sollte, die Realität holt uns ein. Der Traum der Politik zerbirst.

Damit aber Politiker eine Potemkin-World über Jahre aufrechterhalten können, ist eine geistige Aufbereitung, eine Zerstörung des Denkens an der Basis der Art erforderlich, daß die Realität als Illusion verkaufbar gemacht wird. Man muß die Empirik erschüttern, muß sie als eine Ware deklarieren, um die Installation von Wahnvorstellungen für einen plausiblen Zustand zu verkaufen.

Der gegenwärtige Zusammenbruch vertrauter Vorstellungen in D ist darauf zurückzuführen, daß man in Vorstellungen verharrt hat, die mit der objektiven Realität nichts zu tun haben. Weil man ihr die Objektivität abspricht (die tiefere, die Grundvoraussetzung) bzw. an liebgewordenen Gewohnheiten festhält (die psychologische bzw. Blendervariante).

Es werden nun täglich neue Abstrusitäten aus der Taufe gehoben, und ihre Tauglichkeit erkennt man daran, daß das Ursache-Wirkungs-Prinzip sowohl als das Ökonomie-Prinzip grundsätzlich tabuisiert werden.

Woher kommt es, daß - wo liegt die Wurzel

Wieviel kostet ... - wieviele Mittel werden tatsächlich aufgewandt, verschwendet, was kostet eine (falsche) Idee?

ist nach der gedanklichen Vorarbeit der Idealisten grundsätzlich ein vernachlässigbarer Gedanke. Eine Idee ist ursachen- und kostenfrei zu sehen, ja sogar frei von Zusammenhängen, denn das Wesen der Idee ist ewig, die Zusammenhänge zufällige Anhängsel. Das geht solange, bis die Realität die Ahnung erzwingt, daß etwas schief ist.

"Etwas" muß nach dem Prinzip der Idealisten aber etwas anderes sein, als es ist. Ursachenforschung um die Ursachen herum, Verleugnung der Kostenfaktoren.

Deutschland hat kein Geistesleben mehr. Beide sind erstickt worden. Das Denken ist nicht nur überflüssig, sondern für zweifelhaft erklärt. Der Sturm gegen die Ratio, den Materialismus, trägt Früchte. Ein Narrenschiff. D wird ein Übergangslager werden für fremde Zwecke.


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